Mark II – IV

Mark II

Als Weiterentwicklung von Big Willie alias Mark I, wurde Mark II entwickelt. Das Anfangsvon deutschen Soldaten eroberter Mark II, Schlacht von Arras 1917 bei Mark I noch benutzte große Steuerrad wurde ersatzlos gestrichen, da es sich auf den flandrischen Schlachtfeldern als nutzlos erwies und der Turmaufbau wurde etwas verschmälert, da breitere Ketten geplant waren. Der größte Unterschied allerdings bestand in der nicht vorhandenen Panzerung! Mark II war als Fahrschulpanzer geplant und wurde aus Weicheisen hergestellt! Jeweils 50 Male- und Female-Exemplare wurden bestelltF53 Femal The Flying Scotsman im Bovington Tank Museum um die benötigten Besatzungsmitglieder für kommende Panzereinsätze auszubilden. In der Schlacht von Arras im April 1917 wurden 26 der ungepanzerten Fahrzeuge eingesetzt, obwohl ein Maschinengewehr die Außenhaut durchschlagen konnte. Bewaffnung und Ausmaße entsprachen denen des Vorgängers Mark I. Auch von Mark II ist nur ein Exemplar erhalten geblieben, der F53 Female The Flying Scotsman steht heute im Bovington Tank Museum, man kann hier noch deutlich die in der Schlacht von Arras entstandenen Beschädigungen sehen.

Mark III

Mark III war der erneute Versuch Mark I und Mark II zu verbessern, dieser Panzertyp wurde aber nie im Kampf eingesetzt. Genauso wie Mark II verfügte Mark III nicht über gehärteten Panzerstahl, ein schweres Mark III bei Überschreiten eines GrabensMaschinengewehr konnte den Panzer durchschlagen und somit der Besatzung gefährlich werden. Ursprünglich geplant war eine zweite Schicht Panzerplatten um den notwendigen Schutz zu gewährleisten, tatsächlich wurden aber nur einige bestimmte Panzerplatten auf bis zu 12 mm verstärkt. Anfang 1917 wurden jeweils 25 Male-Exemplare gebaut, mit jeweils 2 Kanonen und 4 Lewis-Maschinengewehren und 25 Female-Exemplare welche ohne Kanone aber dafür mit 6 Maschinengewehren ausgestattet waren. Die spätere Female-Variante hatte deutlich kleinere Seitenerker. Von Mark III ist keine einziger erhalten geblieben, die letzten zwei Exemplare wurden später während des 2. Weltkrieges verschrottet.




technische Daten von Mark III

Male Female
Gewicht 26t 26t
Länge 8,05m
Breite 3,89m
Höhe 2,64m
Höchstgeschwindigkeit ca 5 km/h
Aktionsradius 25 km
Federung keine
Bewaffnung zwei QF-6-Pfünder-Kanonen, 4 x 7,62-mm-Lewis-MGs 6 x 7,62-mm-Lewis-MGs
Panzerung 6-12mm
Besatzung 8 Mann

Mark IV

Die nächste Weiterentwicklung der Mark-Reihe war der Mark IV. Dieser Panzertyp ab 1917 war komplett Mark IV Male, Lodestar III, steht in Originalanstrich im Musée Royal de l'Armée in Brüsselüberarbeitet und verfügte über einige wichtige Verbesserungen. Die Panzerung wurde auf bis zu 14mm erhöht. Der Motor des Fahrzeuges blieb zwar der gleiche, aber die Treibstoffzufuhr wurde nun durch eine separate Benzinpumpe sichergestellt. Weiter wurde die Größe der Seitenerker verringert um Bodenberührungen während der Einsätze zu vermeiden. Zudem mussten die Erker bei der Verladung des Panzers nicht mehr abgebaut werden, sondern konnten in das Fahrzeuginnere geschoben werden. Die Kanone der Male-Variante hatte bei Mark IV ein gekürztes Rohr, bei den Maschinengewehren griff man nun wieder auf das Hotchkiss-MG zurück, es war schlichtweg besser als das bei Mark III verbaute Lewis-MG. Von Mark IV wurden insgesamt 1220 Exemplare gebaut damit war er der meistgebaute Panzer des 1. Weltkrieges. Auch hier gab es wieder die Unterscheidung zwischen der Male (420 gebaute Fahrzeuge) – und Female-Variante (595 gebaute Fahrzeuge), neu war ein unbewaffneter Typ, die Tank Tenders (Schlepper 205 gebaute Fahrzeuge). In der Schlacht von Cambrai im November 1917 wurden 476 Mark IV eingesetzt.




Von Mark IV sind heute noch 6 Stück erhalten geblieben:

Ein Mark IV Female, F4 Flirt II, steht im Museum of Lincolnshire Life, Lincoln.

Ein Mark IV Male steht im Bovington Tank Museum.

Ein Mark IV Female steht in Ashford (Kent). Dies ist einer von vielen Panzern, die in Großbritannien nach dem Krieg in den Städten ausgestellt wurden. Die meisten wurden allerdings in den 1920er- und 1930er-Jahren verschrottet.

Ein Mark IV Male, Lodestar III, steht in Originalanstrich im Musée Royal de l’Armée in Brüssel.

Ein Mark IV Female steht in der ANZAC Halle des Australian War Memorial.

Im Jahre 1999 wurde ein Mark IV Female, D51 Deborah, bei Flesquières in Frankreich ausgegraben. Er wurde während der Schlacht von Cambrai aufgegeben und beim Auffüllen eines Granattrichters zugeschüttet.

technische Daten von Mark IV

Male Female
Gewicht 28t 27t
Länge 8,05m
Breite 4,11m 3,20m
Höhe 2,46m
Antrieb ein Daimler 6- Zylinder-Benzinmotor mit 106 PS
Frontpanzerung 12cm
Höchstgeschwindigkeit ca 6 km/h
Steigfähigkeit 35°
Kletterfähigkeit 1,20m
Federung keine
Bewaffnung zwei QF-6-Pfünder-Kanonen, vier .303-Maschinengewehre sechs Maschinengewehre
Panzerung bis 14mm
Besatzung 8 Mann