Mark V

Mark V

Nach heutigem Wissensstand existierten von Mark V mindestens drei Versionen, eine genauere Klassifikation Mark V Male-Ausführungwurde nicht vorgenommen. Natürlich war man stets bemüht die Entwicklung voranzutreiben um den entscheidenden Vorteil zu erlangen, so war Mark V die logische Konsequenz aus Mark IV. Ursprüngliche Planungen hätten Mark V eine völlig andere Form gegeben, als er schließlich bekam. Im Dezember 1917 wurden dann aber stärkere Motoren und bessere Getriebe lieferbar und man verwendete quasi Mark IV in einer verstärkten Version. Der neue ventilgesteuerte Viertakt-Motor wurde von Ricardo geliefert und hatte eine Leistung von 150 PS. Insgesamt wurden rund 8000 dieser Motoren für britische Panzer verwendet. Weiter wurde die Steuerung verbessert und ein Planetengetriebe verbaut, so war zum manövrieren des Stahlriesen nur noch 1 Besatzungsmitglied notwendig. Zum Schutz des Maschinengewehrschützen wurde auf dem Dach eine splittersichere Kabine montiert. Insgesamt 400 Fahrzeuge wurden gefertigt, je 200 Male- und Female-Exemplare. Einzelne wurde später zu Hermaphrodites (Zwittern) umgerüstet indem man die kleinen Stabilisierungsflächen durch 6-Pfünder-Kanonen ersetzte.

Mark V*

Die Schützengräben der deutschen Siegfriedstellung, auch Hindenburglinie genannt, wiesen eine breite von bis zu 3,50m auf, für die eingesetzten Tanks war dies ein unüberwindbares Hindernis. Mark V* MaleSir William Tritton entwickelte als Problemlösung den so genannten „Kaulquappenschwanz“, eine Konstruktion die den hinteren Teil des Tanks verlängern und so die Grabenüberschreitfähigkeit entsprechend verbessern sollte. Major Philip Johnson der zum Central Tank Corps Workshop gehörte, erkannte, dass dieses nur eine Zwischenlösung sein konnte, denn durch die Gewichtszunahme und eine zunehmende Hecklastigkeit verschlechterten sich die Eigenschaften des Mark V. Johnson entwickelte den Mark V weiter indem er in kurzerhand zerschnitt und die Hülle um 1,80m streckte. Mark V* hatte dadurch auch einen längeren Turm und man baute Türen in die Seiten der Wanne ein. Da das 33 Tonnen Fahrzeug wesentlich mehr Platz im inneren bot war es nun möglich einen kompletten Zug Infanterie zu transportieren. Somit gilt der Mark V* als erster Schützenpanzer und von ihm wurden 500 Male- und 200 Female-Exemplare geordert. 645 dieser Fahrzeuge wurden ausgeliefert.




Mark V**

Von Mark V** wurden zwar 750 Male und 150 Female-Fahrzeuge bestellt, es wurden jedoch nur 197 ausgeliefert. Mark V**Durch die Verlängerung des Mark V veränderten sich seine Lenkeigenschaften so schlecht dass er nochmals überarbeitet werden musste. Major Wilson baute 1918 einen noch stärkeren Motor ein (225PS) und auch die Lenkbremsen wurden verstärkt. Die Fahrerkabine und die Dachkabine wurden zu einer Kuppel verbunden und in das Heck wurde eine weitere Maschinengewehrluke eingebaut.

Mark ***

Mark V*** war nur eine Projektstudie die aus Teilen von Mark V bestand. Sollten die schon laufenden Entwicklungen für Mark VIII nicht den gewünschten Erfolg bringen wollte man eine schnelle Alternative zur Verfügung haben. Hierbei wurde auf bessere Manövrierfähigkeit und mehr Komfort geachtet. Geplant war später der Name Mark X.

Verbleib der Fahrzeuge:

  • ein Mark V Male befindet sich im Bovington Tank Museum, laufende Nummer 9199 dieses fahrbereite Exemplar war in der Schlacht von Amiens im Einsatz, der Kommandant bekam damals das Military Cross verliehen.
  • ein Mark V** Female – Ol’Faithfull, Bovington Tank Museum
  • ein Mark V Male – Devil, London Imperial War Museum
  • ein Mark V Male, United States Army Ordnance Museum, Aberdeen, Maryland
  • ein Mark V* Female, Patton Museum of Cavalry and Armor, Fort Knox, Kentucky
  • ein Mark V, Panzermuseum Kubinka, Russland
  • ein Mark V steht als Denkmal in Archangelsk, britischer Tank während der alliierten Intervention im russischen Bürgerkrieg eingesetzt
  • zwei Mark V Male und Female, als Denkmal in Luhansk, Ukraine; zwei weitere sind eingelagert
  • ein Mark V Female, Historisches Museum Charkiw, Ukraine